Herkunft des Familiennamens

 

PAMESBERGER   BAMESBERGER   BAMMESBERGER HERKUNFT DES NAMENS

Die Pamesberger, wie der Name in Österreich geschrieben wurde, kamen wohl vom Pamesberg, der in Altmünster am Traunsee liegt. Die Familie lebte im 17. Jahrhundert in Grieskirchen, 40 km nördlich davon, wo ein Leopold Pamesberger, Drechsler und Stadtrat in den Stadtarchiven Grieskirchens mehrfach erwähnt wird. Diese Archive befinden sich im Oberösterreichischen Landesarchiv Linz. Auf der Rückseite von Seite 29 der Handschrift 2 - Datum 3. Juli 1646 - wird der damals 14-jährige Sohn Abraham anlässlich des Todes seiner Mutter Maria erwähnt.

 

Was diesen Abraham veranlasste, nach Schützingen (Illingen-Schützingen) ins Württembergische auszuwandern, kann heute nur vermutet werden. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Protestanten Oberösterreichs gezwungen, entweder wieder katholisch zu werden oder das Land zu verlassen. Oft traten nur die Älteren einer Familie - proforma - wieder in die katholische Kirche ein, um das Familienvermögen zu erhalten. Die Jüngeren blieben protestantisch und wanderten aus (exulierten). Nachweislich sind schon während des 30jährigen Krieges einige Österreicher nach Schützingen gezogen. Dieses pittoreske Dorf war durch den Krieg zerstört und ausgeblutet; hunderte Einwohner waren getötet worden und nur eine Familie hatte überlebt.
Abraham Pamesberger folgte wohl seinen Landsleuten, angelockt von dem unbewohnten Dorf, der überall vorhandenen Arbeit für ihn als Drechsler und der schönen Landschaft. Aber vor allem in eine protestantische Religionsfreiheit: Denn der Westfälische Friede bestimmte, dass Schützingen 1648 der brutalen Gegenreform des Maulbronner Abtes entrissen und evangelisch/württembergisch wurde.

In Schützingen heiratet er am 11. Mai 1658 als "Sohn des Leopold B., Bürgers zu Grießkirchen im Ländlein ob der Enß" (Enns), wie die Heiratsurkunde der Kirchengemeinde besagt, eine Catharina Leutner aus dem Nachbarort Gündelbach. Aus dem "P" der Pamesberger machte der Pfarrer ein "B". Gündelbach wurde Sitz der Bamesberger. Sein Sohn, auch ein Abraham, war schon Schultheiß von Gündelbach. Dessen Name befindet sich auf der großen Glocke der Kirche von 1707. Auch kann man noch heute über der Eingangstür des Hauses Lorenzenstr. 10 in Gündelbach die Inschrift  "J. Bamesberger 1849" lesen.

Von Gündelbach aus wanderten die Bamesberger in großer Zahl nach Amerika und in die Ukraine aus. Die deutschen Bamesberger schrieben sich in den letzten Jahrhunderten Bammesberger.

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